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Offener Brief der Musikindustrie an die Kanzlerin zum Tag des geistigen Eigentums - und meine Antwort

Da mir der Musikmarkt den offenen Brief eben per Mail geschickt hat und ein offener Brief ja wohl mal ein offener ist, hier ausnahmsweise mal ein Vollzitat aus dem Teil, das morgen heute die FAZ, die SZ und die TAZ verunstalten wird verunstaltet.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
morgen ist der Tag des Geistigen Eigentums. Als Komponisten und Musiker, Schriftsteller und Verleger, als Schauspieler und Filmemacher begrüßen wir es sehr, dass mit diesem Tag das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums gestärkt werden soll. Denn leider müssen wir täglich mit ansehen, wie das Recht auf einen angemessenen Schutz unserer Werke missachtet wird. Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen, ohne dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten.

So wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen. Zehnmal mehr, als legal verkauft wurden. Mehrere Millionen Menschen bedienen sich regelmäßig aus Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen Quellen im Netz. Und obwohl damit nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit durch Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste geschädigt werden, schaut der Staat bisher nahezu unbeteiligt zu.

In China setzen Sie sich vorbildlich für die Interessen der deutschen Industrie beim Thema Produktpiraterie ein. Bitte tun Sie das auch in Deutschland für mehr Respekt vor dem Schutz geistigen Eigentums. Denn als einziger Weg, sich zur Wehr zu setzen, bleibt Künstlern, Kreativen und den beteiligten Industrien bisher nur die Möglichkeit, gegen die Anbieter illegaler Produkte juristisch vorzugehen. Geistiges Eigentum ist aber – so hat es der Chef des gleichnamigen Bilderimperiums Mark Getty einmal formuliert – das Öl des 21. Jahrhunderts. Dahinter verbirgt sich die Erkenntnis, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft schon heute und vor allem in Zukunft Motor für Wachstum und Wohlstand ist. Ohne Musik und Hörbücher bräuchten wir keine iPods, ohne Filme keine Flachbildfernseher, ohne Breitbandinhalte keine schnellen Internetzugänge.

So entfallen allein 70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die – leider meist illegale – Tauschbörsennutzung. Aber während beispielsweise die milliardenschwere Telekommunikationsindustrie massiv von der Nutzung illegaler Inhalte profitiert, verweigert sie beim Schutz geistigen Eigentums die Verantwortung. Auf europäischer Ebene erkennen immer mehr Länder, dass die massenhafte individuelle Rechtsverfolgung im Internet nur eine Zwischenlösung sein kann und technologischer Fortschritt und der Schutz geistigen Eigentums nicht im Widerspruch zueinander stehen dürfen. Frankreich und England gehen hier mit beispielhaften Initiativen voran. Dort sind Internetprovider sowie die Musik- und Filmindustrie aufgefordert, unter staatlicher Aufsicht gemeinsam mit Verbraucher- und Datenschützern Verfahren zum fairen Ausgleich der Interessen aller Beteiligten zu entwickeln.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir wissen, dass auf einem solchen Weg viele politische und rechtliche Hürden zu überwinden sind. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie sich dieses Themas an und machen es zur Chefsache. Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente. Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen.

Hier meine ebenso offene, frei kopierbare, im Internet ohne DRM-Fuck und unter CC-Lizenz liegende Antwort:

Liebe Musikindustrie,
schon seit Jahren schreibe ich mir im Internet die Finger wund um darauf hinzuweisen, dass der technologische Fortschritt im Internet mit Ansprüchen, die sich aus dem Term „Geistiges Eigentum“ ergeben, und den herkömmlichen Top-Down-Geschäftsmodellen nicht vereinbar ist und ich könnte es kurz machen und einfach schreiben: „Was kann ich für euer geficktes Businessmodell?“ Was letztlich viel cooler und knackiger wäre, aber irgendwie habe ich wirklich Lust, etwas weiter auszuholen. Dass ich mich dabei wiederhole, weil dieses Thema ständiger Begleiter von Nerdcore ist, ist mir völlig Wuppe. Lesen Sie das hier also als so einen Nerdcore-Copyright-Tag-Remix.

Zunächst hatten Sie es sehr leicht. Da standen in den Neunzigern hier und da die Server rum, da hatte jemand die Verantwortung dafür und wenn da böse MP3s drauf lagen, verklagte man den halt ordentlich. Und dann kam 1998 Napster, die erste Software, die eine neue Technologie namens P2P begründete und die es den Nutzern erlaubte, nicht mehr auf einen zentralen Server zuzugreifen, sondern sich gegenseitig tolle Musik zu schicken. Unerhört! Leider, leider lagen die Informationen der Dateien bei Napster, weshalb man es in Grund und Boden klagte. Anstatt sich einer funktionierenden Technologie zu bedienen und sie zu monetarisieren, haute man sie kaputt. Kann man so machen, man darf sich dann aber nicht über das Ergebnis wundern. Weil, wissense, die Internet-Leute sind ja nicht blöd.

Die programmierten nämlich schwuppsdiwupps Software, die nirgends mehr irgendwelche Dateien oder Infos zentral hostete und die deshalb für Sie, sehr geehrte Musikindustrie, leider unfickbar wurde. Seitdem weinen Sie bittere Tränen und weil Sie so bitter weinen, hat die Bundeskanzleuse schon 2006 auf dem tollen G8-Gipfel versprochen, etwas zu tun. Und die Politik hat ja auch viel für Sie getan in letzter Zeit. Zum Beispiel ist nicht nur mehr der Upload geschützter Werke strafbar, sondern auch der Download (und um den geht es Ihnen ja auch schließlich, nicht wahr?) Noch dazu haben sie die zweifelhafte Vorratsdatenspeicherung durchgewunken, wobei Ihnen gleich das Wasser im Mund zusammengelaufen ist und siehe da: Sie sollen tatsächlich Zugang zu Verbindungsdaten erhalten. Na, das ist doch was, oder? Da kann man sich doch mal ein bisschen freuen und ich verstehe nicht so recht, warum Sie im Eingangs zitierten Brief immer nichts als weinen. Naja, vielleicht ahnen Sie ja bereits das Fazit dieses Artikels, den ich nun auch mal so langsam ausklingen lassen will, denn ich möchte mich und meine Leser nicht ständig mit Themen zu Copyright und Musikindustrie langweilen. Ich mach’s jetzt kurz, okay?

Restlos alle ihre Bemühungen, Internet-Piraterie zu unterbinden sind gescheitert und werden weiterhin scheitern. Hören Sie endlich auf, sich in Ihrer beknackten Opferrolle heimisch zu fühlen und gleichzeitig zu behaupten, die Zahlen der P2P-Nutzer würde sinken. Denn es stimmt nicht. Monetarisieren Sie endlich die vorhandene, funktionierende und vor allem einfache Technologie und machen Sie Schluß mit ihren Bemühungen, den Nutzern umständliche, proprietäre und indiskutable Lösungen zu präsentieren. Es tut mir ja leid, dass die Zeiten vorbei sind, als Sie darüber bestimmten, wie und wann Musik gehört wurde. Get over it!

Kopieren Sie die Piraten! Warner, ein Vertreter Ihrer Spezies ist da schon einen Schritt weiter. Gehen Sie mit, machen Sie Vorschläge und beschäftigen Sie sich endlich mit dem Netz. Es ist nicht böse, glauben Sie mir: wir wollen nur spielen. Und tauschen. Machen Sie was draus. Sie werden nicht daran zu Grunde gehen, versprochen. Sie werden sich nur verändern.

[update] Heise hat die Anzeige mit allen Unterzeichnern.

[update2] Hier die Liste der Unterzeichner, danke für’s abtippen, Karsten.

2raumwohnung, Daniel Acht, Fatih Akin, Götz Alsmann, Stefan Arndt, Bob Arnz, Uli Aselmann, Andreas Auth, Lutz Bandte, Wolf Bauer, Claudia Baumhöver BAP, Dr. h.c Wolfgang Beck, Christian Becker, Oliver Berben, Christoph Biermann, Julia Boehme, Claus Boje, Ranja Bonalana, Dr. Jörg Bong, Prof. Dr. Heinrich Breloer, Silke Brix, Till Brönner, Burkhard Brozat, Prof. Christian Bruhn, Francesco Bruletti, Anni Brunner, Detlev Buck, Sven Burgemeister, Leander Carell, Yvonne Catterfeld, Roger Cicero, Culcha Candela, Jakob Claussen, Caroline Dabue, Samy Deluxe, Renan Demirkan, Joy Denalane, Helmut Dietl, Die Labbese, DJ Ötzi, Klaus Doldinger, Bernd Eichinger, EL*KE, Peter Eötvös, Jörg Evers, Dieter Falk, Dr. Wolfgang Ferchl, Axel Fischer, Helene Fischer, Uschi Flacke, Julia Franck, Egon L. Frauenberger, Amelie Fried, Molly von Fürstenberg, Joseline Gassen-Hesse, Hans W. Geißendörfer, Bijan Ghawami, Dr. Peter Gölitz, Ulrich Granseyer, Herbert Grönemeyer, Ludwig Güttler, Till Hagen, Martin Hagemann, Kirsten Hager, Klaus Hanslbauer, Titus Häusermann, Peter Heppner, Max Herre, Gerd Hesse, Sabine Hirler, Mischa Hofmann,Dr. G.-Jürgen Hogrefe, Höhner, Dr. Gottfried Honnefelder, Klaus Humann, Viola Jäger, Christoph John, Juli, Udo Jürgens, Dr. Joachim Kaps, Ewa Karlstroem, Andreas Langenscheidt, Toni Kater, Joachim Kaufmann, Georg Kessler, Dietrich zu Klampen, Klaus&Klaus, Alexander Klaws, Patrick Knippel, Astrid Lollex, René Kollo, Meike Kordes, Harald Kügler, Mickie Krause, Joachim Król, Michael Krüger, Dieter Thomas Kuhn, Peter Lackner, LaFee, Prof. Ulrich Limmer, Udo Lindenberg, Peter Lohmann, Annett Louisan, Peter Maffay, Manfred Mai, Martin May, Helge Malchow, Marquess, Marc Marshall, Jens Meurer, Reinhard Mey, Kari Meyer, MIA, Michael Mittermeyer, Monrose, Martin Moszkowicz, Christoph Müller, Nobelpenner, Oomph!, Margit Ostewold, Erick Öxler, Wolfgang Pampel, Stefan Peters, Dr. Joerg Pfuhl, Uli Putz, Thomas Quasthoff, Rabaue, Karl-Klaus Rabe, Frank Ramond, Reamonn, Uschi Reich, Aribert Reimann, Steffen Reuter, Revolverheld, Dr. Andreas Richter, Prof. Dr. h.c. Wolfgang Rihm, Rosanne Rocci, Hilke Rosenboom, Ursula Rosengart, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Dr. Christian Rotta, Sasha, Prof. Dr. Enjott Schneider, Philipp Schepmann, Schiller, Monika Schlitzer, Jörg Schlönvoigt, Bernhard Schmid, Kim Oliver Schmidt, Dr. Patricia Scholten, Walter Scholz, Barbara Schöneberger, Atze Schröder, Hermann Schulz, Dr. Susanne Schüssler, Jan Schütte, Til Schweiger, Scooter, Seeed, Mark von Seydlitz, Rodion Shchedrin, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Martin Spencker, Tom Spieß, Dagmar Stehle, Dr. Jörg D. Stiebner, Ulrich Stiehm, Dr. Henning Stump, Alexander Thies, Tokio Hotel, Imre Török, Judy Tossell, Matthias Ulmer, Andreas Ulmke-Smeaton, Ulla Unseld-Berkéwich, Philip Voges, Prof. Lothar Voigtländer, Neele Vollmar, Dr. Ralf Weigand, Stefan Waggershausen, Peter Wackel, Wagner Love, Joachim Weidler, Max Wiedemann, Ursula Woerner, Johanna Wokalek, Sönke Wortmann, Peter Zenk und Tom Zickler haben diesen Brief unterschrieben.

[update3] Eine weitere Runde fremdschämen gefällig? Die IFPI hat im Zuge Ihrer Kampagne für geistiges Eigentum ein paar ihrer Hupfdohlen zu Wort kommen lassen (via). Zum Beispiel Monrose. Oder Gülcan. Und das die Brote die ziemlich verarschten, haben sie bei der IFPI auch nicht mitgekriegt.



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117 Kommentare

  1. :)

    Kommentar von joe - 24. April 2008 @ 21:18 Uhr Reply to this comment
  2. Ein bisschen viel “ficken” und “kacken” in dem Text… aber sonst: volle Zustimmung

    Kommentar von margerie - 24. April 2008 @ 21:23 Uhr Reply to this comment
  3. Also, „kacken“ steht gar nicht drin. „Ficken“ ja. Is ja auch schöner ;)

    Danke!

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 21:30 Uhr Reply to this comment
  4. Ich zähle da nur ein “ficken”, und das wird durch das wunderschöne “unfickbar” ja quasi wieder aufgehoben.
    Und ansonsten steckt da so viel wahres drin, das man auch ruhig ein paar unmissverständliche Worte nutzen darf.

    Kommentar von Peter/Blogwinkel - 24. April 2008 @ 21:35 Uhr Reply to this comment
  5. Gerade richtig für diese Spezies!
    Gut geschrieben - volle Zustimmung!

    Kommentar von Benni - 24. April 2008 @ 21:35 Uhr Reply to this comment
  6. Ui, DJ Ötzi hat auch unterschrieben. Na, da werden die bestimmt jetzt Alle das Downloaden lassen.

    Kommentar von Nils00 - 24. April 2008 @ 21:52 Uhr Reply to this comment
  7. Ist es eigentlich doll schlimm, wenn man einige der Unterzeichner nun nicht mehr mag?

    Kommentar von Saint - 24. April 2008 @ 22:06 Uhr Reply to this comment
  8. Ach, ich mag die inflationäre Verwendung des Wortes ficken… allerdings trau ich mich selbst noch nicht dazu *g*
    Aber ich geb dir Recht… die sollen sich mal alle keinen Knoten ins Kleidchen machen. Wenn sie schlau wären, würden sie auch mal was Neues riskieren, statt an alten dingen fest zuhalten. Aber warme Schoß der Politik, wir wissen doch alle, dass die Wirtschaft viel zu viel in poltischen Entscheidungen mitzureden hat, ist ja so wunderbar gemütlich ;)

    Kommentar von Marco - 24. April 2008 @ 22:13 Uhr Reply to this comment
  9. @ Saint: Du mochtest Reinhard Mey? Krass! ;)

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 22:15 Uhr Reply to this comment
  10. Ja, und ganz besonders Jürgens, den Udo.

    Kommentar von Saint - 24. April 2008 @ 22:17 Uhr Reply to this comment
  11. Ich find ja Scooter jetzt doof.

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 22:19 Uhr Reply to this comment
  12. Ich hab einen Kollegen, den müll ich immer mit deinen Anti-Whatever-Industrie-Argumentationen zu und der ist immer noch der Meinung, dass die Whatever-Industrien ihre Milliarden für ihren Scheiß verdient haben und das mal gar nicht angeht, wenn die jetzt plötzlich statt ner Milliarde 0.9 Milliarden bekommen. Und ich mag den nicht. Wer hätte das gedacht?

    Kommentar von Bene - 24. April 2008 @ 22:21 Uhr Reply to this comment
  13. Sollten in einer Demokratie nicht eigentlich Einzelinteressen ausgeblendet werden und nur das Allgemeinwohl zählen?

    Kommentar von Bene - 24. April 2008 @ 22:24 Uhr Reply to this comment
  14. Achso Nachtrag… Von Oomph! hätt ich das jetzt auch nicht gedacht :/

    Kommentar von Marco - 24. April 2008 @ 22:24 Uhr Reply to this comment
  15. @ Bene: Naja, der Meinung Deines Kollegen kann man natürlich sein, man kann sogar sagen, dass P2P enorm unfair ist, man hätte bei einer differenzierten Betrachtungsweise unter Umständen sogar Recht damit.

    Nur, das ändert eben nichts an der Technologie. It’s like that!

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 22:25 Uhr Reply to this comment
  16. Im Grunde haben alle Unterzeichner es nicht besser verdient und man müsste mal ein bisschen urheberrechtlich geschützte Scheiße von denen hochladen.
    SOWAS WÜRDE ICH NIE TUN, DENN DAS IST JA ILLEGAL!!!

    Kommentar von Bene - 24. April 2008 @ 22:27 Uhr Reply to this comment
  17. Naja, René: Der bleibt trotzdem ein Sack, auch wenn er Recht hat.

    Kommentar von Bene - 24. April 2008 @ 22:28 Uhr Reply to this comment
  18. Für die adäquate digitale Verwendung der Namen der Unterzeichnenden habe ich eben diese gerade mal abgetippt: http://www.2punkt0.org/2008/04/24/offener-brief-zu...
    Es bediene sich, wer mag…

    Kommentar von Karsten - 24. April 2008 @ 22:28 Uhr Reply to this comment
  19. Tokio Hotel auch. Da hat es mir doch glatt die Stimme verschlagen.

    Kommentar von Marc - 24. April 2008 @ 22:32 Uhr Reply to this comment
  20. SÖNKE WORTMANN AUCH! Der ist jetzt für mich gestorben. Dabei war der so cool.

    Kommentar von Bene - 24. April 2008 @ 22:35 Uhr Reply to this comment
  21. @ Karsten: Danke, habs ergänzt.

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 22:37 Uhr Reply to this comment
  22. seed, 2raumwhg - und da hat man noch fürs konzert bezahlt!
    naja, den großteil kennt man glücklicherweise nicht und bei denen die man kennt hat man jetzt schon so nen schalen geschmack von toter katze auf der zunge…

    Kommentar von mika - 24. April 2008 @ 22:52 Uhr Reply to this comment
  23. Hach, da haben aber jetzt einige deutsche Musiker mächtig Punkte bei mir eingebüßt. Da lob ich mir doch Trent Reznors Disziplin. :)

    Kommentar von Georges - 24. April 2008 @ 23:09 Uhr Reply to this comment
  24. ogott, wie EMO! (also deren brief…)

    und so stylish gestaltet! *gnihihi* wie blöd!

    und die unterzeicherliste ist auch klasse! NOBELPENNER?

    Ich glaube ja, dass das signifikant genug ist, um das auftauchen auf dieser liste in die jeweiligen wikipedia und last.fm einträge einzufügen.

    … unterzeichnete 2008 mit einigen anderen einen von den grossen musikverlagen initiierten offenen brief an die bundeskanzlerin, sie möge den »schutz geistigen eigentums« zur »chefsache« machen.

    oder?

    Kommentar von HCL - 24. April 2008 @ 23:15 Uhr Reply to this comment
  25. … unterzeichnete 2008 mit einigen anderen einen von den grossen musikverlagen initiierten offenen brief an die bundeskanzlerin, sie möge den »schutz geistigen eigentums« zur »chefsache« machen, der im Jahr 2010 von der Realität der endlich eingeführten Kulturflatrate eingeholt wurde, woraufhin auf allen Planeten bis hin zu denen des Outer Rim spontane Feiern abgehalten wurden. #StarWarsEndings

    Wolltest Du schreiben, oder? ;)

    Kommentar von René - 24. April 2008 @ 23:21 Uhr Reply to this comment
  26. hehe, genau!
    wobei den zweiten teil muss man dann 2010 nachtragen.
    zZt würde der noch bemängelt und gelöscht werden.

    Kommentar von HCL - 24. April 2008 @ 23:31 Uhr Reply to this comment
  27. Saubere Antwort - /signed

    Kommentar von Der Schweinische Bote - 24. April 2008 @ 23:35 Uhr Reply to this comment
  28. und woher bekommst Du nun die 100.000 Euro, um die Antwort dann am Samstag in besagten Zeitungen drucken zu können? Wird Zeit für ‘ne Spendensammlung :)

    Kommentar von nils - 24. April 2008 @ 23:36 Uhr Reply to this comment
  29. Die Liste hätten sie ja wohl wirklich nach A- bis Z-Prominenz sortieren können. Ob sich Frau Merkel wohl von Atze Schröder, Mickie Krause, DJ Ötzi, Klaus&Klaus und LaFee überzeugen lässt?

    PS: Ebenfalls unterschrieben hat Til Schweiger.

    Kommentar von henteaser - 24. April 2008 @ 23:36 Uhr Reply to this comment
  30. Ich denke auch nicht, dass diese “Unterschriftenaktion” die Frau Bundeskanzlerin beeindruckt. In einer Demokratie darf Prominenz (inwiefern sie hier besteht, wage ich zu bezweifeln) nicht ausschlaggebend dafür sein, wie schnell und in welchem Ausmaß gehandelt wird. Außerdem zeigt dieser Brief doch nur, dass weit weniger Menschen/ Künstler diesem “geistigen Eigentum” Wert beimessen, als gedacht, sonst hätte man mit Sicherheit ein paar mehr Prominente dazu gebracht, zu unterschreiben und sich nicht mit irgendwelchen Verlegern (die so oder so stinkreich bleiben) begnügen müssen. Das Einzige, was das nun bringt, ist, dass die aufgeführten Künstler reichlich Antipathie ernten und die Fans von Klaus & Klaus beim Tausch von Häkeldeckchen Angst bekommen, verklagt zu werden.

    Kommentar von Supernova - 25. April 2008 @ 02:58 Uhr Reply to this comment
  31. 1. hat der offene Brief ein Layout, daß mich stark an die Blöd-Zeitung erinnert. Innerhalb von zwei Zeilen dreimal die Schriftgröße zu ändern, erzeugt bei mir kein Verständnis für den Inhalt sondern Augenkrebs.
    2. Was haben da tolle Leute unterschrieben: Alexander Klaws (der kann über P2P froh sein, anders würde kein fühlendes Wesen seine Musik konsumieren), Till Schweiger (singt der jetzt etwa auch?) und ein Haufen zweit- und drittklassiger Mikrofonvergewaltiger, deren Niedergang durch P2P ich mit einer gewissen Freude entgegenfiebere.
    Macht nur weiter so, Darvin wird es auch hier mittelfristig richten.

    Kommentar von owl - 25. April 2008 @ 06:05 Uhr Reply to this comment
  32. P2P ist der Che Guevera des 21ten Jahrhunderts!

    Ma im Ernst: “Die da” haben das Geld, damit die Macht, und damit die Hand am Stecker. Wir sollten die freie Zeit des jetzigen rechtsfreien Raumes schätzen (trotz Youtube-Holocaustleugnungen), denn langfristig werden Downloader eben internetsmäßig kastriert. Ist zwar doof, wird aber wohl passieren.

    Kunstflatrates finde ich kacke. Kunst sollte -wie jedes Produkt- einen weitgehend freien Markt haben, der entscheidet, wer was verdient. Ich möchte nicht, dass mein Geld von Berliner oder Brüsseler Bürokraten prozentual nach Downloads verteilt an verschiedenste Künstler verteilt wird.
    Oder, anders gesagt: Ich will nicht, dass sich DJ Tomekk wegen meines Scherben-Albums neue Schuhe kaufen kann.

    Oder wie sonst soll das Flaterate-Dingens funktionieren (Wenn es nicht von den Labels selber -was zum totalen Monopol verkommen würde- sondern vom Staat- oder der gesamtem Musikindustrie durchgezogen wird)??

    Kommentar von Christoph - 25. April 2008 @ 06:27 Uhr Reply to this comment
  33. woah, der brief sieht wie eine große tag-cloud aus.

    Kommentar von poolie - 25. April 2008 @ 07:50 Uhr Reply to this comment
  34. @rene: sorry, da stand garnicht “bekackt”, sondern “beknackt”… hmmm… mach bekackt draus, dann stimmt´s wieder…

    Kommentar von margerie - 25. April 2008 @ 09:00 Uhr Reply to this comment
  35. Um es mit den Worten des Lemuren-Königs aus “Madagascar” zu sagen:

    -Ihr seite die große Weischeeier!-

    Anstatt sich selbst mal ein Konzept aus dem doch so großen Geist zu formen, bleibt man lieber auf dem geistigen Eigentum hocken und jammert dann der Bundelmerkel die Ohren voll. Tante Angela wird schon helfen.

    Kommentar von daRONN - 25. April 2008 @ 09:11 Uhr Reply to this comment
  36. In der Unterzeichnerliste ist nicht ein einziger Künstler, auf dessen Werke ich nicht von heute auf morgen problemlos verzichten könnte.

    Mehr noch, bei der Mehrzahl der Unterzeichner wäre mir lieber, sie hätten mit ihrem Schaffen nie begonnen.

    Aber man darf nicht nur das Negative sehen:
    Daß sie “Wir als Komponisten und Musiker, Schriftsteller und Verleger, als Schauspieler und Filmemacher” schreiben und trotzdem Scooter, Til Schweiger und DJ Ötzi unterschreiben lassen, das ist schon irgendwie nett von den Briefautoren.

    Das hat sowas tolerantes, etwas von “Wir grenzen keinen aus, bei unserem Scheiß darf jeder mitmachen.”

    Kommentar von Lars - 25. April 2008 @ 09:16 Uhr Reply to this comment
  37. @32: guter punkt! schon das wort “kunstflatrate” klingt so wunderbar ignorant…

    Kommentar von Sativa - 25. April 2008 @ 09:17 Uhr Reply to this comment
  38. Da halte ichs mit Die Ärzte ‘Kill them all’!

    Kommentar von Der Elton - 25. April 2008 @ 09:19 Uhr Reply to this comment
  39. max gerre soll wohl max herre (der von freundeskreis) heissen? würde auch besser in die sortierung passen. ansonsten bin ich auch dafür, “dass die Kreativen, die hinter diesen Produkten stehen, dafür eine faire Entlohnung erhalten”. nur warum schreibt das die industrie? hmmm…

    Kommentar von graipfruit - 25. April 2008 @ 09:20 Uhr Reply to this comment
  40. Ach ja, wieder mal allgemeines BlaBla und Wehklagen der Industrie, ohne wirklich konkrete Forderung. Also wie immer: Schön weiterschlafen meine Herren.

    Und dabei haben sie mit einem Satz doch so Recht:
    >>Denn während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren
    >>können, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente.

    So, und jetzt hoffe ich, dass ich bald Zeit finde, in meinem eigenen Blog auch noch den Senf dazuzugeben. Denn ganz so zynisch wie Deine wäre meine Erwiderung nicht.

    Kommentar von Philipp - 25. April 2008 @ 09:25 Uhr Reply to this comment
  41. Hehe, sehen wir uns doch mal die Ärzte an. Kein Kopierschutz. Denen ist doch Latte, was mit den CD’s passiert. Kleines Taschengeld am Rande. Interessant wird es doch erst bei den Konzerten. Alleine in Berlin werden fünf oder sechs Konzerte gespielt. Eine Karte 35 Euro. 15.000 Zuschauer pro Konzert in Berlin. Das macht satte 3,15 Mio. Euronen. Lasst die Kassen leuten. Ahoi!

    “Bitte tu das nicht, tu das nicht, tu das nicht, tu das nicht …”

    Kommentar von stadtjunge - 25. April 2008 @ 09:40 Uhr Reply to this comment
  42. Ich schwöre hoch und heilig, nicht ein einziges Lied der Unterzeichneten jemals besessen, geklaut, geschweige natürlich gekauft zu haben, und dies auch NIEMALS zu tun. Klaus&Klaus, Ooomph!, Udo Lindenberg, DJ Ötzi und all die anderen, ich bin ja schon froh, wenn ich Eure Ergüsse nicht zufällig im Schuhladen mithören muss. Notfalls wäre ich sogar bereit, für eine Blacklist-Flatrate bezahlen und auf immer von diesen ach so originellen Produkten verschont zu bleiben. DA IST NOCH WAS DRIN FÜR EUCH, und Ihr könnt Euer Eigentum, das Ihr so ganz alleine und genial im Stillen Kämmerlein gebastelt habt, für Euch behalten und kriegt trotzdem noch einen dicken Batzen!

    Kommentar von Peel - 25. April 2008 @ 10:07 Uhr Reply to this comment
  43. könnte jemand mal das durchschnittsalter der unterzeichner berechnen. ich mein: rené fucking kollo lebt noch?

    Kommentar von r0ssi - 25. April 2008 @ 10:14 Uhr Reply to this comment
  44. Vielen Dank für “Die Liste der Schande”. Ich trau mich noch gar nicht, genau nachzugucken, ob für mich irgendjemand Interessantes dabei ist. Die Leute, die da drauf stehen, sind für mich nämlich gestorben. R. I. P.

    Der Download eines Songs im kastrierten MP3-Format ist keineswegs ein entgangener Gewinn, sondern lediglich das Pendant zum Probehören im Plattenladen früherer Tage.

    Die Audio-CD ist noch lange nicht tot - solange sie für unter 10 Euro verkauft wird.

    Kommentar von Stefan - 25. April 2008 @ 10:40 Uhr Reply to this comment
  45. Eine offene Bankrotterklärung der Musikindustrie. So rückständig, so albern.. So Web 0.1

    Kommentar von ritman - 25. April 2008 @ 10:42 Uhr Reply to this comment
  46. Ich finde den Brief gut, auch wenn er vielliecht etwas platt daher kommt. Egal.
    Ich gebe dir recht, dass die Content-Mafia einfach verpasst hat auf den Zug aufzuspringen und noch viel schlimmer sich nun weigert ihren Fehler einzugestehn und sich neuen Technologien und Lebensweisen anzupassen. Die schnallen einfach nicht, dass sie sich besser mal Gedanken machen sollten, wie sie sich die aktuelle Situation zu Nutzte machen können, anstatt zu versuchen einfach ALLE (und ich bin mir sicher, dass in diesem Bereich knapp 70% der westlichen Bevölkerung das Copyright verletzen) zur Rechenschaft zu ziehen.
    Ich findes es aber immer wieder schade, dass in solchen Diskussionen von unserer Seite so wenig tatsächlich auf geistiges Eigentum eingegangen wird. Wenn jemand sein “Kreatives Werk” für so wertvoll hällt, dass er es nicht an andere weiter geben will, außer diese Zahlen ihm Geld dafür, dann hat er darauf das gute Recht. Jedem dem das zu teuer ist, der hat eben “pech gehabt”.
    Wenn mir eine materielle Ware zu teuer ist (mir ihr Preis nicht ihrem Wert angemessen erscheint), dann weiche ich auch auf ein günstigeres Produkt aus oder kaufe es mir nicht. Jedoch versuche ich es nicht zu stehlen.
    Das ist meine Wertvortsellung. Was denkt ihr darüber. Mache ich einen fehler in meinem Gedankengang?

    Kommentar von BrutusD - 25. April 2008 @ 10:55 Uhr Reply to this comment
  47. >Wenn jemand sein “Kreatives Werk” für so wertvoll hällt, dass er es nicht an andere weiter geben will, außer diese Zahlen ihm Geld dafür, dann hat er darauf das gute Recht. Jedem dem das zu teuer ist, der hat eben “pech gehabt”.
    Wenn mir eine materielle Ware zu teuer ist (mir ihr Preis nicht ihrem Wert angemessen erscheint), dann weiche ich auch auf ein günstigeres Produkt aus oder kaufe es mir nicht. Jedoch versuche ich es nicht zu stehlen.

    Sehe ich ein bisschen anders: wenn jemand sein kreatives Werk für so wertvoll hält, dann darf er es nicht digital veröffentlichen. Wenn es einmal digital vorliegt, wird es kopiert, das ist ein Fakt und essentieller Bestandteil des Internets. Die Technologie ist ganz einfach auf die Kopie ausgelegt.

    Zur materiellen Ware: Wenn mir ein Porsche zu teuer ist, gleichzeitig aber überall, an jeder Straßenecke, haufenweise herrenlose Porsches mit offenen Türen rumstehen, die niemandem gehören, und minütlich kommen tausende weitere Porsches hinzu, die dem teuren 1:1 gleichen… welchen nehme ich dann?

    Kommentar von René - 25. April 2008 @ 11:03 Uhr Reply to this comment
  48. …und götz alsmann sollte seinen kram konsequenterweise sowieso nur auf schellack releasen

    Kommentar von r0ssi - 25. April 2008 @ 11:17 Uhr Reply to this comment
  49. aber der max herre hat unterschrieben. da bin ich echt enttäuscht :-/

    Kommentar von sebastian - 25. April 2008 @ 11:20 Uhr Reply to this comment
  50. Soso, an offener Brief an die Kanzlerin - verfasst von Künstlern … dabei liegt deren Anteil am Erlös der Tonträgerverkaufs bei 4 Prozent.

    Liebe Künstler, äh “Künstler”,
    wenn ihr das nächste Mal bei den Vertragsverhandlungen mit eurer Plattenfirma besser aufpasst, dann habt ihr es nicht mehr nötig, euch an solcher Desinformations-PR beteiligen zu müssen. Die Unterzeichnung hat sich für euch (finanziell) hoffentlich gelohnt - oder habt ihr dabei wieder nicht aufgepasst …?

    Kommentar von Steffan - 25. April 2008 @ 11:47 Uhr Reply to this comment
  51. Ich mach mal nen manuellen Trackback :) Herrliche Antwort deinerseits und die Musikindustrie soll endlich mal aufhören herum zu heulen. Ist ja nicht auszuhalten, diese Weinerei.

    Kommentar von Marcel - 25. April 2008 @ 12:02 Uhr Reply to this comment
  52. Mich würde ja mal interessieren, wer von den Künstlern das Ding tatsächlich “unterschrieben” hat und wer einfach von seinem Label da drauf gepackt wurde.

    Kommentar von Johannes - 25. April 2008 @ 12:05 Uhr Reply to this comment
  53. @ Johannes: Einige, wetten? Natürlich mal kurz beim Manager nachgefragt, der dann meinte: „Macht das mal, Jungs, dafür gibts im Gegenzug bevorzugte Promo bei XYZ“ und schon stehen Tokio Hotel auf der Liste.

    Kommentar von René - 25. April 2008 @ 12:10 Uhr Reply to this comment
  54. nee, da kann sich keiner rausreden, wer von denen behaupten würde, er hätte nix gewusst, muss sich die frage gefallen lassen, was er für leute bevollmächtigt hat, in seinem namen zu sprechen. kein pardon!

    Kommentar von HCL - 25. April 2008 @ 12:21 Uhr Reply to this comment
  55. Beweißt vor allem die unreflektiertheit und den Mangel zu lernen in den Führungsetagen. Es gibt ja eigentlich genug fitte Köpfe da. Die Richtung bestimmt nur jemand anderes.

    Die Idee eines offenen Briefes ist gut - der Inhalt ist, wie das Medium des Briefes, doch arg vor-torrent.

    Kommentar von crss - 25. April 2008 @ 12:24 Uhr Reply to this comment
  56. Sollte man nicht den Brief auch unter das gleiche geistige Eigentum stellen, wie deren Musik? Also Copyright und Kopierschutz etc., damit dieser geistige Dumpfkram mit einem eindeutigen Hang zum Jammern nicht weiter verbreitet wird! Hier wird genau deutlich, wer dahintersteckt und welche Interessen vertreten werden. Zum Glück fallen mir auch noch Namen ein, die hier nicht unterschrieben haben.
    Appropos Interessen. Und wer vertritt meine Interessen??? Auch mal zur Kanzlerin hinjammern? Vielleicht hilfts ja doch.

    Kommentar von roxi - 25. April 2008 @ 12:26 Uhr Reply to this comment
  57. Darf man das, was Jennifer Rostock machen jetzt eigentlich Kanzlerpunk nennen?

    Kommentar von Saint - 25. April 2008 @ 12:44 Uhr Reply to this comment
  58. die aufforderung die durchs internet möglichen neuen technologien zu kapitalisieren finde ich falsch. lasst die MI doch solange vor sich hinweinen bis sie abkackt - wir brauchen sie nimmer! je weiter die hinterher sind desto besser, dh sie werden noch lächerlicher und holen den vorsprung gar nicht mehr auf.

    dann noch mal mein altes argument: in den 90ern haben sie durch die einführung der CD dickstens, dh mega mega, verdient. bedarf riesig, weil alle musikliebhaber ihre sammlungen umgestellt haben. dh das bereits als vinyl gekauft und wurde musste nocheinmal als cd nachgekauft werden, gleichzeitig waren die produktionskosten billiger denn je…

    auf diese weise verwöhnt will die MIdanach die profitmarge halten und dann ging das geschrei los, weil man plötzlich merkte dass sie in die endlos kopierbare digitale welt eingestiegen waren - aber nu ist der geist aus der flasche.

    dh die flaschen sind zurückgeblieben, der geist tanzt..

    Kommentar von bureau.cc - 25. April 2008 @ 12:57 Uhr Reply to this comment
  59. Finde ich auch, dass es sicherlich nicht an Kapital mangelt, dass im Internet frei herumfleucht, sondern an guten Ideen sich dieses zu Nutze zu machen. Des Weiteren finde ich die Preise für CDs mitunter einfach unverschämt, so kostet eine normale CD bei unserem Karstadt hier (Plattenläden sowieso schon alle ausgestorben) um die 18 EUR. Nicht, dass ich da was kaufen würde. Ich frage mich dann immer wie andere das so billig hinbekommen, habe jetzt erst bei Matador-Records direkt 3 Mission of Burma Reissues jeweils mit ner DVD für 22 EUR (inkl. Porto!) gekauft und das eben auch noch aus Amerika rübergeschickt, wie machen die das denn? Die Liste der Unterzeichner ist allerdings auch nicht wirlich beeindruckend, auch wenn ich Scooter sicherlich schmerzlich vermissen werde.

    Kommentar von Nolo - 25. April 2008 @ 13:13 Uhr Reply to this comment
  60. Die tun wirklich alles um sich unbeliebt zu machen. Das ist wirklich nicht zu fassen. Die ganzen A****geigen die da unterschrieben haben leben vermutlich sogar ganz gut davon. “Liebe Bundeskanzlerin, ohne P2P wären wir Millionäre, ist das nicht ungerecht?” Man sollte alle Bands, Künstler und Musiker die keine Anwaltmaschinerie im Rücken haben zusammentrommeln und ebenfalls einen offenen Brief verfassen. “Liebe Bundeskanzlerin, die Kultur-Monopolisten haben Angst und Klagen unsere zukünftigen Konsumenten arm, bitte tun sie was!”

    Kommentar von Christoph - 25. April 2008 @ 13:31 Uhr Reply to this comment
  61. In der Tat ne seltsame Zusammenstellung von Unterzeichnern. Und wirklich wenig dabei, auf dass ich nicht schon vorher gut verzichten konnte. Wie dem auch sei:
    die richtige Antwort auf diesen Brief ist meiner Meinung nach eigentlich, das Zeug nicht mehr zu verbreiten. Wenn deren Content nicht mehr konsumiert und kennengelernt wird, erfolgt die Bestrafung für diesen Verinstrumentalisierungslassungsdummfug auf den Konten der Künstler. Das wär für mich dann eine “faire Entlohnung”…

    Kommentar von rad - 25. April 2008 @ 13:34 Uhr Reply to this comment
  62. “Vor allem im Internet werden Musik, Filme oder Hörbücher millionenfach unrechtmäßig angeboten und heruntergeladen {…]”

    Zuerst einmal müsste das “vor allem aus dem Internet” heißen. Außerdem bleibt unklar, welche Quellen es noch gibt. (Der Freund, der Datenträger rippt, die er vorher gekauft hat?)

    “in Deutschland über 300 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet heruntergeladen”

    Wie kommt diese Zahl zustande? Warum nicht 350 Mio? Zählen dazu auch Dateien, die auf ausländischen Weblogs gehostet werden/wurden?

    “Mehrere Millionen Menschen bedienen sich regelmäßig aus Internet-Tauschbörsen und anderen illegalen Quellen im Netz.”

    Weltweit? Deutschlandweit? Hätten diese Millionen Menschen auch “300 Millionen” Musikdateien gekauft? Bzw. hätten sie es sich leisten können, umgerechnet jeweils etwa 20 Alben zu kaufen?

    (300 Mio. Dateien = 20 Mio. x 15 Songs)
    also
    (20 Mio. Alben / n Mio. Downloader = kleiner gleich 20)

    “Steuerausfälle und Arbeitsplatzverluste” - Klingt eher so, als läge auch die Zukunft des Geldverdienens in der Hardware-Entwicklung. Ist ziemlich schwer, MP3-Player zu rippen.

    “In China setzen Sie sich vorbildlich für die Interessen der deutschen Industrie beim Thema Produktpiraterie ein. Bitte tun Sie das auch in Deutschland für mehr Respekt vor dem Schutz geistigen Eigentums.”

    Industrie! Weil: Chinesische Billiglohnkopien sind unsicher oder sogar gefährlich, sowie zu Ausbeuterlöhnen entstanden. Im Unterschied zu illegalen Tondateien, die teilweise bessere Qualität aufweisen als die legalen Downloads.

    Gewerbliches Ausmaß bedeutet nämlich nicht, dass “Raubkopien” en masse verkauft werden. Sondern, dass sie von Fans und for the lulz ins Netz gestellt werden. Kostenlos. Weil es geht.

    “Ohne Musik und Hörbücher bräuchten wir keine iPods, ohne Filme keine Flachbildfernseher, ohne Breitbandinhalte keine schnellen Internetzugänge.”

    Siehe oben. Außerdem: Ich benötige auch kein 80Zoll-Fernsehgerät, wenn im TV nur Grütze kommt (Whoa, Barbara Salesch in HD!!) und Spielkonsolen+Zubehör pervers überteuert sind.

    “So entfallen allein 70 Prozent des Internetverkehrs in Deutschland auf die - leider meist illegale - Tauschbörsennutzung.”

    Auch diese unhaltbare Größenangabe hätte ich gern mal in Terabyte umgerechnet.

    “machen es zur Chefsache” - Chefinnensache!

    “während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren können, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente”

    Wie US5, Prussian Blue, Group Tekan und Cinema Bizarre. Alle anderen haben ‘ne MySpace-Seite oder einen Jamendo-Account.

    “Langfristig wird so die kulturelle und kreative Vielfalt in unserem Land abnehmen und wir verspielen eine unserer wichtigsten Zukunftsressourcen.”

    Und was geschieht kurzfristig? Außerdem ist das mit dem “Zukunftsressourcen verspielen” ziemlich affig. Klar, die Unterhaltungsindustrie (Industrie!) geht vielleicht kacken, aber Künstler wie du und ich werden auch weiterhin kreativ sein.

    Ach ja: Dieser Offene Brief ist an die Bundeskanzlerin gerichtet und nicht an die Fans / Kundschaft / Zielgruppe. Ganz schön rockzipfelig.

    Kommentar von henteaser - 25. April 2008 @ 13:54 Uhr Reply to this comment
  63. Die heulen rum, weil es was bringt. Deutsche Opfer funktionieren an der Kinokasse, deutsches Rumgeopfer funktioniert in der Außenpolitik - warum sollten sie nicht auch ein bißchen heulen, die Opfer?

    Kommentar von classless - 25. April 2008 @ 14:00 Uhr Reply to this comment
  64. Ich sage nur Madonna & Live Nation.

    Kommentar von Semikolonne - 25. April 2008 @ 14:15 Uhr Reply to this comment
  65. Zu Update3: Scheisse, was sind das denn alles für [edit: nanana, immer im nichtabmahnbaren bereich bleiben]? Ist ja unfassbar!!!
    Echt!

    Ehrlich….die wissen aber schon alle bescheid, dass die da auftauchen? Oder ham da deren Manager einfach mal mitgemacht!? Raffs nich, manchmal, echt nicht.

    Gut, beim Pocher wunderts nicht.

    Kommentar von Chris - 25. April 2008 @ 14:47 Uhr Reply to this comment
  66. Ich bin stolz auf unsere Jugend. Weiter so, die ~100(?) Unterzeichner bekommen wir auch noch weg. Dann kann der Frühling endlich losgehen. Wird auch Zeit.

    In fimf Jahren regen se sich dann auf, weil keiner ihre Produkte raubkopiert. Is wie mit Satire, ein Politiker der nicht durch den Kakao gezogen wird spielt keine große Rolle. Wobei: Wer bitte lädt denn Sachen von Dr. Jörg D. Stiebner oder Prof. Dr. Enjott Schneider? Das klingt mir doch sehr nach viralem Marketing, a la, seht her, mich gibt es, mich kann man -bitte bitte- auch runterladen.

    Kommentar von asti - 25. April 2008 @ 14:47 Uhr Reply to this comment
  67. Zu Update 3: Sind die Videos nur bei mir asyncron zum Ton, oder ist das generell so.
    Da haben sie wohl keinen Cuter mehr gefunden, der fair entlohnt werden konnte. Man sieht also; das geht sofort auf die Qualität der Arbeit.

    Was anderes: darf man eigentlich die “CD Gegen Rechts” kopieren, oder nur bestellen? Man man man.

    Kommentar von Saint - 25. April 2008 @ 14:59 Uhr Reply to this comment
  68. Oh oh, in 3 einhalb Stunden springt der “illegale Downloads”-Counter bei musikindustrie.de auf die 100 Millionen - da machen die doch bestimmt ein ganz großes Fass auf heute Abend ;)

    Kommentar von Andi - 25. April 2008 @ 15:08 Uhr Reply to this comment
  69. Irgendwie trifft mich dieser ganze Piraterie-Kram überhaupt nicht mehr.
    Die Musikindustrie wirft eigentlich nur noch Grütze auf den Markt, bei der ich nicht mal im Traum auf die Idee kommen würde, den Schotter auch nur illegal herunterzuladen; jedes MB Festplattenspeicher wäre mir dafür zu schade.
    Und die paar Bands, die noch “wertige” Musik machen, die unterstütze ich gerne, indem ich mir mal eine Platte von ihnen (Ja genau! Platte! Vinyl und so! Kann ich nämlich auch noch abspielen, wenn die ganzen Cds, die jetzt im Umlauf sind, schon seit 20 Jahren den Geist aufgegeben haben!) direkt auf einem Konzert kaufe.
    Was heute so im Radio läuft und sich “Künstler” nennt treibt mich ja schon aus jedem Kaufhaus, wenn es als Hintergrundmusik dudelt.
    Und die nennen sich dann auch noch “Kreative”…….traurig, traurig…

    Kommentar von Meaty - 25. April 2008 @ 15:44 Uhr Reply to this comment
  70. Der Bundesbürger ähä Kreative Künstler, hat nichts anderes Verdient als Schäuble, Kontrolle und wirtschaftliche Versklavung.

    Deutschland, Sadomasochismus in Reinkultur!

    Kommentar von lutzkettenschutz - 25. April 2008 @ 15:47 Uhr Reply to this comment
  71. ohje…… :D

    Kommentar von xf2k5 - 25. April 2008 @ 16:56 Uhr Reply to this comment
  72. Hallo René

    Hab vielen Dank für deine offene Antwort. Sage dazu nur: “Amen!”

    Grüße
    Jens

    Kommentar von Jens - 25. April 2008 @ 17:18 Uhr Reply to this comment
  73. Verwundert hat mich lediglich Fatih Akin, aber das Geld für Produkte der sonstigen Mischpoke müßte man schon mit der Knarre aus mir rauspressen.
    Arg gruselige Liste.

    “Geistiges Eigentum…” als “.Öl des 21. Jahrhunderts” ist wirklich gaga. Und das von Getty. Das ist so als würde man Al Capone über die Prohibition befragen. “Klasse Sache, verdiene Millionen mit dem selbstgebrannten Schnappes!”

    Jedes aufgeworfene Argument ließe sich einfachst zerpflücken. Besonders ärgert mich die Darstellung, daß die künstlerische Landschaft verkargen würde, wenn diese Künstler-Wanna-Bes kein Geld mehr für ihre Machwerke bekommen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Alle Kanäle sind verstopft mit vermarktbarem Unfug besagter “Künstler”, während die meisten passionierteren Künstler eher ein Schattendasein in obskuren Musikmagazinen oder- websites führen. (@ Meaty: Es gibt eine ganze Menge guter Musik da draußen, man muß nur danach suchen. Radio und TV helfen da recht wenig, die bedienen nur den kleinsten gemeinsamen Nenner.)
    Als ob niemand mehr Musik machen würde, wenn er nix damit verdienen würde. Ein großer Teil des Internets ist doch der Beweis des Gegenteils. Manche Menschen haben einfach Spaß daran, Inhalte zu produzieren und müssen nicht noch extra bezahlt werden. Das ist der Content-Industrie (Musikindustrie, Verlage etc.) natürlich extrem unheimlich -und natürlich existenzbedrohend- und deswegen wird versucht, zu kriminalisieren, schmähen (s. auch die Mainstream-Presse zum Thema Blogs),zu drohen und zu jammern.
    Trotzdem: Musik hat sich mit der Digitalisierung quasi verflüssigt, ist verlustfrei zu vervielfältigen und ist nicht mehr trägergebunden (CD, Vinyl etc.), damit gibt es auch keine Güternappheit mehr, die eigentlich eine der wirtschaftsphilosophischen Grundvoraussetzungen für die Begründung von Eigentumsrechten ist. Musik ist damit, so komisch es klingt, sowas wie Strom oder Wasser. Und die werden ja auch bezahlt. Und auch dort muß ich nicht jedes Watt extra mit dem abrechnen, der es nun wirklich produziert hat. Stattdessen wird das Volumen bezahlt und die Energieversorger verrechnen intern. Warum ginge das nicht mit der Musikindustrie? Sie und die vertretenen Künstler würden mit z.B. einer Komplett-Flatrate für schmales Geld (z.B. 10 Euro/Monat) soviel mehr Geld verdienen als heutzutage. Aber mit Vernunft hat das wohl schon lange nichts mehr zu tun….

    Kommentar von Stefan - 25. April 2008 @ 17:32 Uhr Reply to this comment
  74. @ Stefan: >Musik hat sich mit der Digitalisierung quasi verflüssigt, ist verlustfrei zu vervielfältigen und ist nicht mehr trägergebunden (CD, Vinyl etc.), damit gibt es auch keine Güternappheit mehr, die eigentlich eine der wirtschaftsphilosophischen Grundvoraussetzungen für die Begründung von Eigentumsrechten ist.

    Sehr schönes Argument, klau ich mir mal für meine Sammlung ;)

    Kommentar von René - 25. April 2008 @ 17:48 Uhr Reply to this comment
  75. Einfach nur zustimm :-) :-)

    Kommentar von Jan - 25. April 2008 @ 18:08 Uhr Reply to this comment
  76. Also, wenn die Unterschreiber die letzten Getreuen der Musindustrie sind, dann steht deren Ende wirklich sehr kurz bevor.

    Kommentar von vib - 25. April 2008 @ 18:42 Uhr Reply to this comment
  77. Dj Ötzi HAHAHAHAH der hat ja schon selbst fast alles geklaut !!!
    Ich schätze, dass 90% der kopierten Daten gar nicht zb als Musik gekauft würden, weils aber im Web vorhanden ist, hört , schaut man sichs halt an. Ausserdem ist auf jedem Rohling sowie auf Speichermedien schon eine Abgabe drauf, viel mehr bekommt die Musikgruppe pro CD auch nicht - wär schön, wenn diese Abgabe dirket die Künstler bekämen. Welche Mafia wird dann die Aufschlagsrate aufs Web kassieren …
    Und hat jemand von Euch Musikern schon bemerkt, dass die Gehälter der Arbeiter weitaus weniger gestiegen sind als jene der Medienpreise (CDs) ??? Eine gute CD kostet gut das doppelte als vor ca 15 Jahren, möchte mal einen Arbeiter sehen der jetzt netto!! 2x soviel verdient …..

    Moin, moin müller zu der Sache, oder was ….. und die Händler reiben sich die Hände, weil die Lämmchen ihnen in den Allerwertesten kriechen.

    Kommentar von Industriespion - 25. April 2008 @ 19:03 Uhr Reply to this comment
  78. @rene, @stefan
    fairerweise muss man aber auch dabei sagen das das “musik wie wasser” bild hier her stammt, oder?
    http://www.amazon.de/Zukunft-Musik-digitale-Revolu...

    Kommentar von Christoph - 25. April 2008 @ 19:56 Uhr Reply to this comment
  79. @ Christoph: Die Wassermetapher meinte ich auch nicht, ich meinte den Preisverfall durch unendliche Vervielfältigung. Kann natürlich auch sein, dass das da drinsteht, habs nicht gelesen…

    Kommentar von René - 25. April 2008 @ 19:58 Uhr Reply to this comment
  80. Everything changes…

    Sorry, wenn ich das mal so sagen muss - aber ich als Arbeitsloser kann mir Musik im Radio anhören - evtl auch auch Kasette aufnehmen - alles legal, zumindest war es das früher….

    Wenn ich mir mal eine CD leiste, was selten ist, dann kann und darf ich die nicht mal mehr auf meinen MP3-Player übertragen, weil da ein alberner Kopierschutz drauf ist, den ich zwar einfach aushebeln kann, aber nicht legal darf?

    Ich hab mal einen tollen Song geschrieben - der wurde drei Wochen später gecovert - hat mich gefreut, Tantiemen hab ich nie bekommene - aber die Leute wussten, das es mein Song war!

    Das ist mein Erfolg. Das reicht mir.

    Kommentar von WildBill - 25. April 2008 @ 21:50 Uhr Reply to this comment
  81. Haben wir denn keine anderen Probleme in unserem Land? Es geht den Künstlern nur um ihr Geld, mehr nicht! Sie sollten sich doch lieber mal fragen warum viele Leute auf die illegalen Downloads zurückgreifen!!!
    Es wurde stelleweisen richtig formuliert “schliesslich sei geistiges Eigentum das Öl des 21. Jahrhunderts” und genau das ist es, die können ihren Rachen nicht voll genug kriegen! Ich finde eine solche Aktion einfach nur bekloppt! Ich sage nur die haben eben keine anderen Sorgen! Na dann, gute Nacht!

    MM

    Kommentar von Anonymous - 25. April 2008 @ 22:24 Uhr Reply to this comment
  82. “Kulturstaatsminister Bernd Neumann …
    [...]Ein weiterer wichtiger Aspekt ist für den Staatsminister auch die Verlängerung der Schutzfristen für ausübende Künstler, schließlich gehe es hier um die soziale und wirtschaftliche Absicherung der Urheber. Mit seiner französischen Kollegin Christine Albanel habe er daher den zuständigen EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy gebeten, in Brüssel tätig zu werden. [...] Der Ire liebäugelte bereits Anfang des Jahres mit dem Ansatz, den Urheberrechtsschutz für europäische Musikkünstler von 50 auf 95 Jahre zu verlängern.”

    und noch viel mehr Schwachsinn lesen Sie hier.

    Kommentar von corax - 25. April 2008 @ 23:19 Uhr Reply to this comment
  83. Von mir aus können die die Schutzfristen auch auf 200 Jahre erhöhen.

    Schon bei den jetzigen Fristen wird das wohl keinen toten Musiker mehr interessieren. :D

    Kommentar von Emil - 25. April 2008 @ 23:54 Uhr Reply to this comment
  84. Schön ist ja allerdings auch der “Stecker-rauszieh-Vorschlag”.
    Schon allein dafür gehört der Kerl imho aus der Politik entfernt.

    Kommentar von corax - 26. April 2008 @ 00:27 Uhr Reply to this comment
  85. Toller Schreibstil und 100% Zustimmung.

    Bin gerade mal die Liste der Künstler durch und kann hiermit schwören, von den Kackbratzen definitiv noch nix geklaut zu haben.

    Kommentar von Murphy - 26. April 2008 @ 00:32 Uhr Reply to this comment
  86. >kann hiermit schwören, von den Kackbratzen definitiv noch nix geklaut zu haben.

    Dito!

    Kommentar von René - 26. April 2008 @ 00:34 Uhr Reply to this comment
  87. Genauso schlimm sind Menschen, die für wenige Euro Klaus&Klaus-Schallplatten (von Amiga) im Trödelladen erstehen. Schließlich sehen die Künstler vom Gebrauchtmedienhandel keinen Cent. Ergo: Raubkauf!

    Kommentar von henteaser - 26. April 2008 @ 00:41 Uhr Reply to this comment
  88. die armen klausingers…. wir sollten aber ehrlich bleiben… da mach ich dann nochmal was zu (mal wieder)…

    Kommentar von René - 26. April 2008 @ 00:43 Uhr Reply to this comment
  89. Die Emo-Musikindustrie wie geil! Lustig, beim überfliegen der Liste der Unterzeichner ist mir nur ein Künstler aufgefallen den ich mag. Das war Götz Alsmann. Ansonsten können mich die anderen mal!

    Kommentar von goretronic - 26. April 2008 @ 08:57 Uhr Reply to this comment
  90. das Geilste ist doch, dass der ganze P2P-Kram den “kleinen Künstlern” schade! was ein bullshit! die haben doch echt keinen Schimmer, was die Zeichen der zeit sind bzw. wie der verfickte Hase läuft. Dass das genaue Gegenteil dieser dümmlichen Behauptung der Fall ist, geht einem aber wohl nicht auf, wenn man eben Teil einer INDUSTRIE ist und es eben nicht um “Kunst” geht. P2P ist für “Untergrund”sachen abseits des Mainstreams ein wahrhafter Segen. Ende, aus.

    Kommentar von jay - 26. April 2008 @ 13:48 Uhr Reply to this comment
  91. ps. wenn der Download von zB. DJ Ötzis “geistigem” Eigentum ihm Schaden zufügt oder diese Affen am besten gleich verhungern lässt - GEIL! Danke für den Hinweis!

    ich werde ab jetzt 24/7 nur “Musikindustrie” scheisse à la DJ Ötzi etc. runterladen, auf dass die alle jämmerlich krepieren.

    Kommentar von jay - 26. April 2008 @ 13:52 Uhr Reply to this comment
  92. DJ Ötzi und “geistiges Eigentum” ist eigentlich DER Oberknaller - wäre es eigentlich wert, einen eigenen Artikel drüber zu schreiben. :-)

    Kommentar von Stefan - 26. April 2008 @ 14:10 Uhr Reply to this comment
  93. @jay: Es schadet denen wohl kaum, wenn du Sachen runterlädst, die du eh nicht gekauft hättes.t -.-

    Kommentar von Christoph - 26. April 2008 @ 16:49 Uhr Reply to this comment
  94. Tja, laut Heise http://www.heise.de/newsticker/Merkel-will-Kuenstl... will unsere liebe Frau Bundeskanzlerin den 200 verarmten “Künstlern” nun doch helfen. Ich plädiere daher für den Vorschlag von Nils, ein paar Euro zu sammeln und Deinen Brief auch gross rauszubringen. Kann so teuer nicht sein.

    Außerdem gefällt mir die Idee von Jay, durch blossen Download von DJ Ötzis geistigem Eigentum eben diesen in die Armut zu treiben. Holla, die Waldfee.

    Kommentar von rajue - 26. April 2008 @ 18:15 Uhr Reply to this comment
  95. Tante Angela sagt zu allem “da müssen wir was tun”.

    Kommentar von JaDeVin - 26. April 2008 @ 18:29 Uhr Reply to this comment
  96. Auch eben gesehen, mach grade was zu… und von Jays Idee würde ich die Finger lassen, die MI trackt illegale Downloads mit Ködern, aber eben nur mit solchem Dreck wie Ötzi oder Scooter. Da hat man Ratzfatz ne Abmahnung an der Backe..

    Kommentar von René - 26. April 2008 @ 18:34 Uhr Reply to this comment
  97. Ja - super gesagt. “Music Like Water” ist was wir brauchen nicht einen Internet Polizeistaat ;) http://www.musiclikewater.com

    Kommentar von Gerd Leonhard - 26. April 2008 @ 21:01 Uhr Reply to this comment
  98. “Die Krise im Schallplattengeschäft des Jahres 1959 ist nicht auf Deutschland beschränkt. Ähnliche Schwierigkeiten verzeichneten in den letzten Jahren fast alle westeuropäischen Länder und vor allem Amerika. Die Plattenhändler stöhnen über die Konkurrenz des Fernsehens mit den gleichen Worten wie die Kinobesitzer.

    Die finanzielle Belastung, die dem Konsumenten beim Kauf eines Fernsehapparates auferlegt wird, tut dem Schallplattenverkauf Abbruch. Außerdem wird die Freizeit jetzt mehr vom Fernsehapparat in Anspruch genommen als vom Plattenspieler. Auch Tonband und Motorgefährt schlucken jetzt einen Teil der Gelder, die früher vom Käufer in Platten angelegt wurden. Die Überproduktion der Plattenfirmen ist jedoch der wichtigste Grund für den Umsatzrückgang.

    Man rechnet, dass pro Monat in Westdeutschland ungefähr 180 neue Schlagerplatten auf den Markt kommen. Das sind 360 Titel im Monat oder 4900 pro Jahr. Welcher Käufer kann da schon mithalten?”

    (zitiert nach Siegfried Schmidt-Joos: Geschäfte mit Schlagern, Seite 67/68 [© 1960 Carl Schünemann Verlag Bremen])

    In späteren Kapiteln geht der Autor auf den Payola-Skandal ein, erzählt, wie die echte Mafia° Jukeboxen zum Erfolg machte und berichtet von großangelegtem Chartbetrug mit faken Hörerwunschbriefen und Claqueuren, die das Applausometer nach oben trieben.

    ° “When Prohibition was repealed, the Outfit moved into the jukebox and film industries. They had a hand in almost every union i n Hollywood and developed first the music industry top ten and then the top 40.

    A prominent position on an Outfit jukebox almost guaranteed a song would be a hit, so record producers and promoters often paid the gangsters to put their record in the number one spot.”

    (Quelle: