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Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt schwächen


Fordert die Justizministerin auf, den Anbau von Cannabis zum Eigenkonsum zu entkriminalisieren - wer seine Gesundheit schützt und sich dem illegalen Markt verweigert, darf nicht bestraft werden.

Diese Seite ermöglicht es Ihnen, sich schnell und unkompliziert an der Aktion zu beteiligen. Betreff und Text der Protest- Email sind nur ein Vorschlag von uns und können von Ihnen nach Wunsch verändert werden! Natürlich können Sie auch unseren Text so benutzen wie Sie Ihn vorfinden. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre E-Mail nicht allzu lang formuliert ist und bleiben Sie immer freundlich und sachlich.


Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt schwächen
Gestartet
20.02.2008
Teilnehmer
1162

Worum geht es?

Bild der Protestaktion Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt schwächen

Seit geraumer Zeit geraten "Homegrower" immer häufiger in das Visier der Polizei. Die großflächig angelegte Razzia bei mehr als 200 Beschuldigten Ende Januar 2008 ist nur der bisherige Höhepunkt der stetig steigenden Repression gegenüber Menschen, die Hanfpflanzen für den eigenen Konsum anbauen. Dabei sollte der Staat - gerade wenn er bei seiner Prohibitionspolitik bleibt - diese Grower schützen.

Eigenanbauer umgehen mit ihrem selbst produzierten Gras die hohen gesundheitlichen Risiken von gestrecktem Marihuana.
Außerdem entziehen sie, da sie kein Cannabis beim "Dealer" kaufen, dem Schwarzmarkt und vor allem den laut Politik und Polizei eigentlich verfolgten und "bösen" Großplantagenbesitzern und illegalen Verkaufsringen das Geld.

Beim bloßen Besitz von Cannabis für den Eigenkonsum existiert dank des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) längst eine so genannte "Geringe Menge", die nicht weiter straffrechtlich verfolgt wird. Doch die gängige Praxis der "geringen Menge" greift beim Eigenanbau nicht - schon wenige Blüten übersteigen diese Grenze.
Wer Cannabis für den Eigenbedarf anbaut, will sich mit einer Ernte autark machen. Er will weder nach wenigen Wochen wieder beim Dealer Gras kaufen noch ständig Anbau betreiben müssen. Eine Ernte soll den Bedarf möglichst lange decken - und der liegt, selbst bei gelegentlichem Konsum, in der Regel über der geringen Menge und wird somit in Deutschland hart bestraft.

Doch genau dies ist falsch! Denn wer Konsumenten schützen und gegen die großen Hintermänner des illegalen Marktes vorgehen will, muss den Anbau einiger Cannabispflanzen zum Eigenkonsum entkriminalisieren.

Eigenanbau schützt die Gesundheit. Nur wer selbst anbaut, kann in einem illegalen Markt die Qualität der Pflanze kontrollieren. Zum einen gegen gefährliche Streckmittel - die, wie das bleivergiftete Gras im Umkreis von Leipzig zeigte, immer häufiger vorkommen. Zum anderen auch gegen die schwankende Potenz des Marihuanas. Eigenanbauer wissen genau, was und wie viel in ihrem Gras drin ist, und können so ihren Konsum steuern. Nur wer weiß, was er konsumiert, kann auch vernünftig handeln.

Mit der Verfolgung des Anbaus von Cannabis für den Eigenkonsum werden diese unabhängigen Konsumenten wieder unnötigen gesundheitlichen Risiken ausgeliefert. Die wenigsten werden aufhören zu kiffen. Die meisten sind stattdessen gezwungen, ihr Gras wieder auf dem illegalen Markt zu kaufen. Dass Polizei-Aktionen wie die Ende Januar unabhängig ihres eigentlichen Ziels besonders Kleingrower treffen, beweist deren Ergebnis: Unter den 235 durchsuchten Wohn- und Geschäftsräumen waren nur zwei "Profiplantagen" und neun "Großplantagen" (100 bis 1.000 Pflanzen) - 66 Durchsuchungen betrafen Kleinanbauer und bei 158 verblieb der Polizeieinsatz gänzlich ohne Ergebnis.
Bei fast 95 Prozent der Durchsuchungsopfer handelte es sich also um kleine oder keine Fische.

Unterstützt den Kampf des DHV für die Entkriminalisierung des Eigenanbaus! Fordert mit einer Protestmail an die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries den Anbau von Cannabis zum Eigenverbrauch nicht mehr zu bestrafen!

Die Protestmail

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brigitte.zypries@bundestag.de

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